Betriebsrente gestärkt - IG BCE OG Lünen-Brambauer

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Betriebsrente gestärkt

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Die neuen Möglichkeiten nutzen

 
   
Die Anfang des Monats vom Bundestag beschlossene Reform der betrieblichen Altersvorsorge ist ein großer Schritt zur Verbesserung des Rentenniveaus. Die beschlossenen neuen Instrumente zur besseren Förderung dieses wichtigen Zweiges der Alterssicherung sind durch die inhaltlichen Beiträge der IG BCE entwickelt und geprägt. Das Gesetz eröffnet den Sozialpartnern neue Möglichkeiten, mehr Beschäftigte in eine staatlich geförderte zusätzliche Altersvorsorge zu bringen - auch in Branchen, wo dies bislang noch nicht funktioniert hat.


"Viele Menschen können sich nun die Hoffnung auf eine zweite Rente  machen, die diesen Namen auch verdient“, sagte der Vorsitzende der IG  BCE, Michael Vassiliadis. Die IG BCE versteht das  Betriebsrentenstärkungsgesetz als Bestätigung ihres Bestreben, den  Beschäftigten ihrer Branchen über Tarifverträge zu einer besseren  Altersvorsorge zu verhelfen. „Das Gesetz eröffnet den Sozialpartnern  viele neue Möglichkeiten. Wir jedenfalls stehen bereit, sie auch zu  nutzen“, sagte Vassiliadis.
In den vergangenen Jahren hat die IG  BCE in fast allen von ihr betreuten Wirtschaftszweigen Tarifverträge zur  Altersvorsorge durchgesetzt. Derzeit gibt es rund 40 Vereinbarungen auf  Branchen- und 220 Abschlüsse auf Unternehmensebene. Die Bandbreite  reicht von der Chemie- über die Kautschuk- und Kunststoffbranche bis zur  Zementindustrie. Meist gehen die Abschlüsse spürbar über die reine  Entgeltumwandlung hinaus. Im Schnitt machen gut 80 Prozent der  Beschäftigten von den Angeboten Gebrauch. „Wir sind seit Jahren  Vorreiter bei der tariflichen Altersvorsorge, auf diesem Weg wollen wir  weitergehen“, so Vassiliadis.
Das Gesetz ist ein bedeutender  Fortschritt, weil es insbesondere die Rolle der Tarifparteien in der  betrieblichen Altersvorsorge stärkt - gegen die eingeforderte  Orientierung an den Interessen der privaten Versicherungswirtschaft.  Stattdessen werden wir nun unsere bestehenden guten tarifvertraglichen  Lösungen gemeinsam mit den Arbeitgebern weiter entwickeln. Das ist  insbesondere bei kleineren Betrieben gefragt. Während bei Unternehmen  mit weniger als zehn Mitarbeitern nur 28 einen Anspruch auf eine  betriebliche Altersversorgung haben sind es bei den großen mit mehr als  1000 Mitarbeitern 83 Prozent.
Ermöglicht werden soll dies durch  Anreize, die gerade den kleineren Betrieben das Anbieten einer  Betriebsrente erleichtern: Die Arbeitgeber werden von den Garantie der  Höhe und der Auszahlung befreit, sofern sie dies auf Grundlage von  Tarifverträgen anbieten. Das schafft deutliche Anreize für das  erfolgreiche Sozialpartnermodell und erfordert nur Einzahlungen für die  Rente, befreit aber von Haftungsauflagen.
Die Reform ist auch  verbunden mit weiteren Erfolgen: die Erwerbsminderungsrenten  wurden  verbessert, die Ost- und West-Renten angeglichen, die sogenannte  Flexi-Rente und die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren  gefestigt. Auf diesem Feld der Sozialpolitik ist also eine Menge  geschehen, das vielen Menschen im Alter hilft.
Damit rückt jetzt  die gesetzliche Rente in den Fokus. Im ersten Schritt muss hier  mindestens eine Stabilisierung auf dem heutigen Niveau erreicht werden.  Gemeinsam mit dem DGB wird die IG BCE dies in den nächsten Monaten zum  Thema machen und in den Bundestagswahlkampf tragen. Von den Parteien  sind klare Aussagen und Konzepte zur Stabilisierung der Rente gefragt.

Quelle: IGBCE aktuell
 
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